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Ratgeber · 2 Min. Lesezeit

Treppenhausreinigung im Mietshaus: Turnus, Umfang und woran die Kosten hängen

Wer putzt, wie oft, und was gehört überhaupt dazu? Was Vermieter und Verwaltungen regeln sollten, bevor es Streit im Haus gibt.

Das Wichtigste in Kürze
  • Ohne klaren Plan putzt am Ende niemand oder jeder den anderen vor.
  • Der Turnus richtet sich nach Lage und Nutzung, nicht nach Gewohnheit.
  • Als Dienstleistung ist die Reinigung in der Regel auf die Mieter umlagefähig.

Mieter putzen selbst — oder jemand macht es

In vielen älteren Häusern steht im Mietvertrag ein Putzplan: Jede Partei ist eine Woche im Monat dran, von oben nach unten. Das funktioniert, solange alle mitziehen. Sobald eine Wohnung leer steht, jemand berufstätig ist oder sich schlicht nicht kümmert, bleibt die Treppe liegen — und im Haus entsteht genau der Ärger, den niemand wollte.

Deshalb entscheiden sich immer mehr Eigentümer und Verwaltungen für eine feste Reinigung durch einen Dienstleister. Der Vorteil ist nicht nur Sauberkeit: Es gibt einen festen Tag, einen festen Umfang und jemanden, den man ansprechen kann, wenn etwas liegen bleibt. Der Putzplan an der Wand erledigt sich.

Was zum Umfang gehört

Zur üblichen Unterhaltsreinigung gehören: Treppen und Podeste wischen, Handläufe und Geländer abwischen, Eingangsbereich und Briefkastenanlage, Fensterbänke und Lichtschalter im Flur, Spinnweben entfernen. Die Hausflurfenster und Glasflächen in der Tür kommen seltener dran, meist vierteljährlich. Keller- und Dachbodengänge sind oft nur ein- bis zweimal im Jahr Thema.

Wichtig ist, das schriftlich festzulegen. Was nicht vereinbart ist, wird später zum Streitpunkt — der eine erwartet geputzte Kellertreppen, der andere hat nur das Erdgeschoss im Kopf. Ein kurzes Leistungsverzeichnis mit Turnus beugt dem vor.

Wie oft ist sinnvoll

Der Turnus hängt am Haus. Ein kleines Haus mit vier ruhigen Wohnungen in einer Seitenstraße kommt oft mit alle zwei Wochen aus. Ein Haus an einer stark befahrenen Straße, mit vielen Wohnungen oder in Ferienhausnähe, braucht wöchentlich — weil mehr Schmutz von draußen hereingetragen wird und mehr Menschen durchgehen.

Auch die Jahreszeit spielt mit. Von November bis März, wenn Streusplitt, Nässe und Laub ins Haus kommen, lohnt sich ein engerer Takt als im Sommer. Ein guter Plan sieht das vor, statt das ganze Jahr denselben Rhythmus zu fahren.

Woran die Kosten hängen

Den Preis bestimmen vor allem die Zahl der Etagen, die Fläche je Etage, der Turnus und die Lage des Hauses. Eine enge Altbautreppe mit Dielen ist aufwendiger als ein gefliestes Treppenhaus im Neubau. Wir nennen deshalb erst nach einem kurzen Blick ins Haus einen Preis — meist als feste Monatspauschale je Reinigung, damit die Abrechnung für die Verwaltung einfach bleibt.

Die Kosten für die Treppenhausreinigung durch einen Dienstleister zählen in der Regel zu den umlagefähigen Betriebskosten und können bei entsprechender Vereinbarung auf die Mieter umgelegt werden. Das ist allgemeine Praxis und ersetzt im Zweifel keine rechtliche Beratung, aber es nimmt dem Thema die Kostenangst: Für den Eigentümer entsteht dadurch kein dauerhafter Aufwand.

Der Nachweis gehört dazu

Wer eine Reinigung bezahlt, will wissen, dass sie stattgefunden hat. Deshalb dokumentieren wir jeden Einsatz mit Datum und bei Bedarf mit Foto. Für die Verwaltung ist das die Antwort auf die wiederkehrende Frage der Eigentümer, wofür die Betriebskosten draufgehen — und für uns der Beleg, dass der vereinbarte Turnus auch eingehalten wurde.

Geschrieben von TYSSEN Dienstleistungen, Mesekenhagen. Stand 12.10.2026. Allgemeine Hinweise aus der Praxis — kein Ersatz für den Blick vor Ort oder eine Rechtsberatung.

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