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Ratgeber · 2 Min. Lesezeit

Haushaltsauflösung: Wie Sie vorgehen, wenn eine Wohnung geräumt werden muss

Nach einem Todesfall oder Umzug ins Heim: Reihenfolge, Fristen, was wohin — und was Sie nicht selbst tun müssen.

Das Wichtigste in Kürze
  • Erst Dokumente und Wertsachen sichern, dann räumen — nie umgekehrt.
  • Kündigungsfristen und Übergabetermin bestimmen den Zeitplan.
  • Ein Festpreis nach Besichtigung ist fairer als ein Stundensatz ins Blaue.

Erst sichern, dann räumen

Bevor irgendetwas in den Container geht: Unterlagen suchen. Versicherungspolicen, Verträge, Kontoauszüge, Ausweise, Testament, Fotos. Sie liegen selten dort, wo man sie vermutet — in Küchenschubladen, zwischen Büchern, in Jackentaschen. Nehmen Sie sich dafür einen Tag und einen Karton, bevor der Rest beginnt.

Dasselbe gilt für Schmuck, Bargeld und Dinge mit Erinnerungswert. Wer das an eine Firma abgibt, sollte eine wählen, die das von sich aus beiseitelegt — und nachfragt.

Der Zeitplan hängt am Mietvertrag

Bei einer Mietwohnung läuft die Uhr: Kündigungsfrist, Übergabetermin, Zustand bei Übergabe. Klären Sie mit dem Vermieter früh, was erwartet wird — besenrein reicht meistens, manchmal müssen Dübellöcher zu und Wände gestrichen werden. Erst dann wissen Sie, wie viel Zeit und Arbeit zwischen Räumung und Übergabe liegt.

Bei Eigentum ist es entspannter, aber auch hier gilt: Je länger eine Wohnung voll steht, desto länger kostet sie Nebenkosten.

Was wohin

Möbel, die noch gut sind, nehmen soziale Kaufhäuser und manche Möbelbörsen — oft mit Abholung. Elektrogeräte gehören zum Wertstoffhof, nicht in den Sperrmüll. Farben, Chemikalien, Medikamente sind Sondermüll. Papier, Glas, Textilien haben eigene Wege. Eine Entrümpelung ist zu zwei Dritteln Sortierarbeit — wer alles in einen Container wirft, zahlt für den teuersten Entsorgungsweg.

Selbst machen oder beauftragen?

Ein Zwei-Zimmer-Haushalt lässt sich mit drei Leuten und einem Transporter an einem Wochenende räumen — wenn man die Zeit, die Nerven und den Wertstoffhof-Termin hat. Alles darüber ist Arbeit für mehrere Tage, mit Container, Tragen über drei Etagen und Entsorgungswegen, die man kennen muss.

Wer beauftragt, sollte auf einen Festpreis nach Besichtigung achten, auf Entsorgungsnachweise und darauf, dass werthaltige Dinge angerechnet oder zurückgegeben werden. Und darauf, wie die Leute auftreten — es ist nicht irgendeine Wohnung.

Geschrieben von TYSSEN Dienstleistungen, Mesekenhagen. Stand 12.10.2026. Allgemeine Hinweise aus der Praxis — kein Ersatz für den Blick vor Ort oder eine Rechtsberatung.

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