- Der Frostschaden an der Wasserleitung ist der teuerste und häufigste.
- Marder und Sturm richten Schäden an, die niemand bemerkt, weil keiner da ist.
- Ein Kontrollgang alle ein bis zwei Wochen fängt das meiste ab.
Der Winter ist die gefährliche Zeit
Ein Ferienhaus auf Usedom, Rügen oder am Bodden, das von November bis März leer steht, ist in diesen Monaten am verletzlichsten. Es ist kalt, nass und stürmisch, und niemand ist da, der einen Schaden früh bemerkt. Was im Sommer ein kleines Ärgernis wäre, wird im Winter zum großen Schaden, weil er wochenlang unentdeckt bleibt. Vorsorge kostet wenig, ein Winter ohne Vorsorge manchmal viel.
Frost: der teuerste Schaden
Fällt die Heizung aus oder ist sie abgestellt, friert bei strengem Frost das Wasser in den Leitungen. Eis dehnt sich aus, das Rohr platzt — und beim nächsten Tauwetter läuft das Wasser tagelang, bis es jemand merkt. Der Keller steht unter Wasser, Wände und Böden sind durchnässt, und die Trocknung zieht sich über Wochen.
Dagegen hilft eines von zweien: Entweder die Heizung läuft auf Frostschutz durch und wird kontrolliert, oder das Wasser wird am Hauptanschluss abgestellt und die Leitungen werden entleert, inklusive Toilettenspülung und Außenzapfstellen. Das Entleeren ist bei einem Haus, das sicher bis zum Frühjahr leer bleibt, die zuverlässigste Lösung — kein Wasser im Rohr, kein Frostschaden.
Marder, Mäuse und ungebetene Gäste
Ein leeres, stilles Haus zieht Tiere an. Marder suchen im Dach einen warmen Platz und richten dort Schäden an Dämmung und Leitungen an. Mäuse kommen durch kleine Öffnungen und nisten in Polstern und Schränken. Bemerkt wird das oft erst im Frühjahr am Geruch oder am Schaden. Deshalb: Öffnungen am Dach und an der Fassade schließen, Lebensmittel restlos entfernen, und bei einem Kontrollgang auf Spuren achten.
Sturm und Nässe von außen
Herbst- und Winterstürme an der Küste sind kräftig. Lose Dachziegel, eine nicht gesicherte Markise, ein Gartenstuhl, der gegen die Scheibe fliegt — all das passiert, wenn niemand vorher aufgeräumt und gesichert hat. Verstopfte Dachrinnen und Abläufe führen bei Dauerregen dazu, dass Wasser an die Wand oder unters Dach läuft. Vor dem Winter sollten lose Gegenstände verstaut, die Rinnen gereinigt und das Dach grob geprüft sein.
Der Kontrollgang
Das Wirksamste ist zugleich das Einfachste: Alle ein bis zwei Wochen sieht jemand nach. Ist es im Haus warm genug, steht irgendwo Wasser, riecht es muffig, ist ein Fenster undicht, hat der Sturm etwas gelöst? Ein Blick fängt die meisten Schäden ab, solange sie noch klein sind. Dazu gehört im Winter der Räumdienst auf dem Zugangsweg, denn die Verkehrssicherungspflicht gilt auch beim Leerstand.
Genau das übernehmen wir für Ferienobjekte in der Region: regelmäßige Kontrolle, Winterdienst und im Schadensfall schnelles Eingreifen, jeder Gang mit Datum und bei Bedarf mit Foto dokumentiert. So wissen Sie aus der Ferne, dass Ihr Haus den Winter übersteht.
Geschrieben von TYSSEN Dienstleistungen, Mesekenhagen. Stand 12.10.2026. Allgemeine Hinweise aus der Praxis — kein Ersatz für den Blick vor Ort oder eine Rechtsberatung.
